Dienstag, 18. Juni 2013

Abschied nehmen

Wenn ihr diesen Beitrag lest, dann habe ich mich nach langen Überlegungen doch zum Veröffentlichen entschieden, denn zunächste habe ich das hier nur für mich geschrieben.

Wie kann man aus einem Zimmer gehen wissend, dass man die Person, die sich darin befindet, das letzte Mal lebend sieht? Darf man weinen, muss man stark sein für den, der seine letzten Tage lebt?
Soll man hoffen, dass es noch viele Tage sind oder lieber, dass es schnell vorbei geht, weil die Tage nur noch aus Schmerz und Morphium bestehen?
Soll man jeden Tag wieder hinfahren, bis es zu Ende ist oder lieber sagen ok, dies war das letzte Mal, dass ich dich umarmt habe?
Was muss man noch klären, was ist mit einer Umarmung gesagt?
Wieviele Tränen kann man weinen?
Wieviel Normalität kann man aufrecht erhalten?

Trotz allem, was zwischen uns vorgefallen ist: Ich werde dich vermissen Papa.

Väter sterben nicht

gleichen alten Bäumen.


In uns leben sie
und in unseren Träumen.


Wie ein Stein
den Wasserspiegel bricht,
zieht ihr Leben in uns Kreise.


Väter sterben nicht


Väter, leben fort
auf ihre Weise.


(Verfasser unbekannt)



Kommentare:

  1. Es tut mir leid, das es jetzt doch viel schwerer wird, als du dachtest. Ich drück dich aus der Ferne!

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  2. Es tut mir so leid, liebe Diana... deine Zeilen stimmen mich sehr nachdenklich. Fühl dich virtuell herzlich umarmt mit lieben Grüßen Susanne

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  3. Liebe Diana. Fühl dich mal ganz lieb umarmt
    Deine Situation kann ich gut verstehen. Als meine Oma im Sterben lag gingen mir genau die gleichen Fragen durch den Kopf. Und leider muss das jeder für sich selber entscheiden. Da kann man keinen Tip geben.
    Ich bin damals sooft zu ihr hingefahren wie es nur ging. Jedes Mal habe ich mich wieder verabschiedet mit dem Wissen, dass es das letzte Mal gewesen sein könnte, dass ich sie gesehen habe. Aber es hat mir beim Abschied nehmen geholfen. Denn ich war nicht mehr so vor den Kopf geschlagen, als es dann soweit war. Es war ein langer Abschied um am Ende habe ich gelächelt als sie starb, denn ich wußte: nun geht es ihr gut.

    Liebe Grüße und ganz viel Kraft!

    die Birgit

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  4. Liebe Diana.
    Wenn auch etwas spät, fühl dich ganz fest gedrückt.
    Mein herzliches Beileid.
    Deine Worte kann ich durchaus nachvollziehen, die richtige Entscheidung, wenn es das überhaupt gibt ist immer total schwierig.
    Alle alles Gute für die kommende Zeit und ganz viel Kraft!

    Liebe Grüße
    Yvonne

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